Finanzen
Nachhilfe buchen: Worauf Eltern bei Vertrag, Preis und Anbieter achten
Laufzeiten, Anmeldegebühren, Probestunde – so vermeiden Familien teure Fehlentscheidungen

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Wenn die Noten sinken, soll es schnell gehen. Viele Eltern unterschreiben den ersten Nachhilfevertrag, der ihnen vorgelegt wird, und ärgern sich später über lange Laufzeiten, versteckte Gebühren oder einen Unterricht, der nicht zum Kind passt. Dabei lassen sich die meisten Fallstricke mit etwas Vorbereitung vermeiden.
Was Nachhilfe kostet
Die Preise schwanken stark. Private Nachhilfe durch Schülerinnen und Schüler höherer Klassen ist günstig, aber oft ohne pädagogische Erfahrung. Professionelle Einzelstunden kosten je nach Region, Fach und Klassenstufe häufig zwischen 15 und 35 Euro pro Stunde, Gruppenunterricht ist pro Stunde günstiger, bietet aber weniger individuelle Betreuung. Hinzu kommen bei manchen Anbietern Anmelde- oder Materialgebühren, die im ersten Gespräch nicht immer erwähnt werden.
Laufzeit und Kündigung genau lesen
Der häufigste Grund für Beschwerden ist nicht der Unterricht selbst, sondern der Vertrag. Mindestlaufzeiten von sechs oder zwölf Monaten, automatische Verlängerungen und lange Kündigungsfristen binden Familien auch dann, wenn die Nachhilfe nicht mehr gebraucht wird. Welche Klauseln üblich sind und wo Eltern aufpassen sollten, erklärt ein Ratgeber zu Vertrag und Laufzeit bei Nachhilfe. Faustregel: Je kürzer die Bindung, desto besser. Ein Anbieter, der von seinem Unterricht überzeugt ist, muss niemanden lange festhalten.
Einzelunterricht oder Gruppe
Die Wahl des Formats beeinflusst Kosten und Wirkung gleichermaßen. In der Gruppe lernen Kinder mit ähnlichen Problemen gemeinsam, die Lehrkraft muss ihre Aufmerksamkeit aber teilen. Einzelunterricht ist teurer, setzt dafür genau an den Lücken an. Für wen sich was eignet, beschreibt ein Beitrag über Einzelunterricht oder Gruppe. Gerade bei größeren Wissenslücken oder Prüfungsangst ist Einzelbetreuung oft wirksamer.
Online oder vor Ort
Immer mehr Anbieter unterrichten ausschließlich online. Das spart Fahrtwege und erweitert die Auswahl an Lehrkräften erheblich. Bundesweit tätige Anbieter wie richten den Unterricht dabei nach dem Lehrplan des jeweiligen Bundeslandes aus. Eltern sollten vorab klären, welche Technik nötig ist und ob eine Probestunde angeboten wird.